Die Pforte und der Bezug zu Jestetten

Details der Pforte der Klosterbibliothek St. Gallen.

Stiftsbezirk St. Gallen: Weltkulturerbe voller barocker Pracht. Dass es aber neben der Stiftskirche und der Stiftsbibliothek weitere bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten gibt, das wird oft übersehen.

Betrachten wir die Pforte zur Stiftsbibliothek. Über der Türe steht die Jahreszahl 1955, links und rechts davon befindet sich jeweils ein Mönchsrelief in Stein, und in einem der beiden hölzernen Reliefs der Türe findet sich der Name des Bildhauers: (August) Rausch.

August Rausch lebte von 1919 bis 2002. In der Nähe dieses Portals steht ein weiteres Werk von Rausch, der Otmarbrunnen von 1959.

Die Reliefs in Stein und in Holz zeigen unter anderem, dass die religiöse Kunst der Moderne durchaus bemerkenswerte Stile für sich gefunden hat. Und wenn man sich vom barocken Glanz löst, so erkennt man, dass wir das viel zu lange ignoriert haben.

Der Bezug zu Jestetten ergibt sich dadurch, dass diese Pforte der Anlass für das Bildungswerk Jestetten gewesen ist, sich dem weitestgehend vergessenen Jestetter Bildhauer Siegfried Fricker (1907-1976) zu widmen. Alles, was das Bildungswerk Jestetten zu Siegfried Fricker gemacht hat, basiert auf der Betrachtung der Pforte in St. Gallen.