{"id":584,"date":"2022-01-06T21:10:50","date_gmt":"2022-01-06T20:10:50","guid":{"rendered":"https:\/\/schlu.de\/?p=584"},"modified":"2022-05-25T18:33:33","modified_gmt":"2022-05-25T16:33:33","slug":"die-pforte-und-der-bezug-zu-jestetten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schlu.de\/?p=584","title":{"rendered":"Die Pforte und der Bezug zu Jestetten"},"content":{"rendered":"\n<p>Stiftsbezirk St. Gallen: Weltkulturerbe voller barocker Pracht. Dass es aber neben der Stiftskirche und der Stiftsbibliothek weitere bemerkenswerte Sehensw\u00fcrdigkeiten gibt, das wird oft \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir die Pforte zur Stiftsbibliothek. \u00dcber der T\u00fcre steht die Jahreszahl 1955, links und rechts davon befindet sich jeweils ein M\u00f6nchsrelief in Stein, und in einem der beiden h\u00f6lzernen Reliefs der T\u00fcre findet sich der Name des Bildhauers: (August) Rausch. <\/p>\n\n\n\n<p>August Rausch lebte von 1919 bis 2002. In der N\u00e4he dieses Portals steht ein weiteres Werk von Rausch, der Otmarbrunnen von 1959. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Reliefs in Stein und in Holz zeigen unter anderem, dass die religi\u00f6se Kunst der Moderne durchaus bemerkenswerte Stile f\u00fcr sich gefunden hat. Und wenn man sich vom barocken Glanz l\u00f6st, so erkennt man, dass wir das viel zu lange ignoriert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausstellungsbrosch\u00fcre &#8222;9 Ostschweizer Bildhauer vom VSBS&#8220; schreibt Dieter Meile 1992 \u00fcber August Rausch:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Alle Besucher des Stiftsbezirks kennen den Gallusbrunnen, dessen Sch\u00f6pfer wohl weniger. August Rausch greift in seiner vereinfachenden Formensprache auf die Kunst der Romantik zur\u00fcck, in der Absicht, in den entmaterialisierten Formen den Sinngehalt vermehrt herauszustellen. Dadurch wird er zum Offenbarer transzendenter Werte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da unterl\u00e4uft Dieter Meile aber ein Fehler, der Gallusbrunnen ist vom Bildhauer Rudolf Seitter 1936 erstellt worden, August Rausch hat den Otmarbrunnen 1959 gemacht. Aber auch wenn der Gallusbrunnen prominenter auf dem freien Platz als der der Otmarbrunnen im Innenhof steht, so wird auch der \u00e4ltere der beiden Brunnen ebenfalls oft \u00fcbersehen. Daher best\u00e4tigt die fehlerhafte Einleitung von Dieter Meile, dass wir uns zu wenig mit der Kunst dieser Zeit besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um es mit den Worten von August Rausch zu beschreiben: &#8222;Was verbirgt sich da im Nebel?&#8220; (Artikel &#8222;Die Bildhauer&#8220; in der genannten Ausstellungsbrosch\u00fcre)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bezug zu Jestetten ergibt sich dadurch, dass diese Pforte der Anlass f\u00fcr das Bildungswerk Jestetten gewesen ist, sich dem weitestgehend vergessenen Jestetter Bildhauer Siegfried Fricker (1907-1976) zu widmen. Alles, was das Bildungswerk Jestetten zu Siegfried Fricker gemacht hat, basiert auf der Betrachtung der Pforte in St. Gallen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Siegfried Fricker und August Rausch verbindet unter anderem, dass viel zu wenig \u00fcber sie bekannt ist. Daher sei hier eine Kurzbeschreibung von August Rausch eingef\u00fcgt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Am 29. November 1919 erblickte August Rausch in Eggersriet (SG) das Licht der Welt. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Bildhauer und besuchte in St. Gallen die Kunstgewerbeschule. Sein sp\u00e4teres Studium galt besonders der Profanbildhauerei und auf seinen diversen Studienreisen befasste er sich haupts\u00e4chlich mit Architekturdenkm\u00e4lern und Wandmalereien. Dank dem vielseitigen Wissen wurden ihm verschiedene bedeutende Aufgaben zugetragen. So war er beauftragt, Kirchen und \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude zu renovieren und zu versch\u00f6nern. Zu diesen Geb\u00e4uden z\u00e4hlen unter anderem das Kloster St. Gallen, die Laurenzenkirche, Muolen und Berschis. Auch hat er diverse Brunnen und Innenh\u00f6fe neu gestaltet oder renoviert.<br>Neben diesen sch\u00f6nen Arbeiten war August Rausch w\u00e4hrend zwanzig Jahren als Lehrer f\u00fcr Zeichnen und Gestaltung t\u00e4tig.<\/p><cite>aus: 9 OSTSCHWEIZER BILDHAUER VOM VSBS; Amt f\u00fcr Kulturpflege des Kantons St. Gallen, 1992<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"609\" src=\"https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_074450_2-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-609\" srcset=\"https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_074450_2-768x1023.jpg 768w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_074450_2-225x300.jpg 225w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_074450_2-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_074450_2.jpg 1497w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"611\" src=\"https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_085807_2-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-611\" srcset=\"https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_085807_2-768x1025.jpg 768w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_085807_2-225x300.jpg 225w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_085807_2-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_085807_2-1535x2048.jpg 1535w, https:\/\/schlu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220524_085807_2-scaled.jpg 1919w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Bibliothekseingang und der Otmarbrunnen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Stiftsbezirk St. Gallen: Weltkulturerbe voller barocker Pracht. Dass es aber neben der Stiftskirche und der Stiftsbibliothek weitere bemerkenswerte Sehensw\u00fcrdigkeiten gibt, das wird oft \u00fcbersehen. Betrachten <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/schlu.de\/?p=584\" title=\"Die Pforte und der Bezug zu Jestetten\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":585,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,14,9],"tags":[],"class_list":["post-584","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildungswerk","category-heimat","category-siegfried-fricker"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=584"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":612,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/584\/revisions\/612"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schlu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}