{"id":55,"date":"2015-03-22T16:45:42","date_gmt":"2015-03-22T16:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/schlu.de\/?p=55"},"modified":"2017-05-06T16:47:50","modified_gmt":"2017-05-06T16:47:50","slug":"einzigartige-einblicke-in-die-welt-der-archaeologie-bildungswerk-jestetten-besucht-die-kantonsarchaeologie-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schlu.de\/?p=55","title":{"rendered":"Einzigartige Einblicke in die Welt der Arch\u00e4ologie  \/ Bildungswerk Jestetten besucht die Kantonsarch\u00e4ologie Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<p>Das Bildungswerk Jestetten f\u00fchrte eine Exkursion zur Besichtigung der Kantonsarch\u00e4ologie durch. Der Ausl\u00f6ser daf\u00fcr war, dass im Rahmen des grenz\u00fcberschreitenden Prospektionsprojekts zur Erforschung des sp\u00e4tkeltischen Doppeloppidums von Altenburg-Rheinau viele Funde aus Altenburg in Z\u00fcrich in der Auswertung sind. Von der keltischen Stadt auf beiden Seiten der doppelten Rheinschleife ist zwar au\u00dfer von Befestigungsw\u00e4llen nichts mehr zu sehen, die St\u00e4tte ist arch\u00e4ologisch aber sehr bedeutsam, weil es auch ein wirtschaftliches Zentrum mit eigener M\u00fcnzpr\u00e4gung gewesen ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologen Gisela und Patrick Nagy begr\u00fc\u00dften die Teilnehmer aus Jestetten. In einem Eingangsreferat beleuchtete Patrick Nagy, der Projektleiter des grenz\u00fcberschreitenden Prospektionsprojekts, die Hintergr\u00fcnde des Projekts. Im Rahmen des Projekts wurden mehr als 2000 Fundst\u00fccke aufgenommen, die nun in der Auswertung sind. Diese Fundobjekte werden in Relation zu anderen Untersuchungsergebnissen gebracht, so Luftaufnahmen oder den Resultaten von Magnetik- oder geophysikalischen Messungen. Erst die Interpretation aller verf\u00fcgbaren Quellen liefert dann das Gesamtbild, da jede Methode ihre L\u00fccken hat.<\/p>\n<p>Problematisch seien deshalb auch Objekte, bei denen der Fundort unbekannt oder nicht gen\u00fcgend bekannt ist. Da der Kontext fehlt, sind die Erkenntnisse f\u00fcr die Arch\u00e4ologie gering.<\/p>\n<p>Zurzeit l\u00e4uft die arbeitsintensive Ausarbeitung der Publikation zum Prospektionsprojekt. Bis Ende April sollen die Manuskripte der zahlreichen Fachautoren vorliegen. Das Buch soll im Jahr 2017 erscheinen und einen siedlungsgeschichtlichen \u00dcberblick zur Region der doppelten Rheinschleife und insbesondere zur keltischen Besiedlung bieten.<\/p>\n<p>In einem Rundgang erl\u00e4uterten Gisela und Patrick Nagy die Arbeitsweise der Arch\u00e4ologen. So erfuhren die Teilnehmer mehr dar\u00fcber, wie die Funde gezeichnet und ausgewertet werden. F\u00fcr die Besucher war es besonders spannend, einige der Funde selber in die Hand nehmen zu d\u00fcrfen oder dar\u00fcber r\u00e4tseln zu k\u00f6nnen, was dieser oder jener Metallfund denn darstellt.<\/p>\n<p>In der Schausammlung der Kantonsarch\u00e4ologie wurden einige restaurierte Fundobjekte aus dem Umfeld des Oppidums von Altenburg-Rheinau vorgestellt. Gisela Nagy erl\u00e4uterte, mit welch komplizierten und zum Teil mehrstufigen Verfahren mehrfarbige Luxuskeramik hergestellt worden.<\/p>\n<p>Im Namen des Bildungswerks Jestetten bedankte sich Dr. Konrad Schlude beim Arch\u00e4ologenehepaar Nagy. Der Ausflug nach Z\u00fcrich machte deutlich, welch gro\u00dfe Bedeutung das Doppeloppidum von Altenburg-Rheinau hat, und dass die Pflege des historischen Erbes eine wichtige Aufgabe f\u00fcr Altenburg und die Gesamtgemeinde Jestetten ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Bildungswerk Jestetten f\u00fchrte eine Exkursion zur Besichtigung der Kantonsarch\u00e4ologie durch. 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