{"id":441,"date":"2017-02-22T21:42:41","date_gmt":"2017-02-22T20:42:41","guid":{"rendered":"http:\/\/schlu.de\/?p=441"},"modified":"2019-03-22T21:48:41","modified_gmt":"2019-03-22T20:48:41","slug":"besuch-kantonsarchaeologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schlu.de\/?p=441","title":{"rendered":"Besuch Kantonsarch\u00e4ologie"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen des grenz\u00fcberschreitenden Prospektionsprojekts zur Erforschung des sp\u00e4tkeltischen Doppeloppidums von Altenburg-Rheinau wurden auch arch\u00e4ologische Funde aus Privatbesitz wissenschaftlich aufgenommen. Dazu geh\u00f6rt unter anderem keltische Keramik, es gibt aber auch Werkzeuge aus Silex (Feuerstein). Diese Funde wurden zum Teil schon vor Jahrzehnten gemacht, nach einer Erbfolge ist oft das Wissen um Fundort und Fundzusammengang verloren gegangen. So ist unter anderem bei den keltischen Scherben gar nicht klar, ob sie wirklich aus Altenburg oder Rheinau stammen. Der wissenschaftliche Wert ist dadurch stark gemildert, wenn nicht sogar ganz vernichtet. Da es aber einen lokalen Bezug gibt, sollen diese Funde in eine offizielle arch\u00e4ologische Sammlung \u00fcberf\u00fchrt werden. Um mehr \u00fcber den Aufbau und die Verwaltung einer arch\u00e4ologischen Sammlung zu erfahren, besuchte eine Delegation aus Jestetten die Kantonsarch\u00e4ologie Z\u00fcrich. Zur Delegation geh\u00f6rten Dr. Konrad Schlude, Leiter des Bildungswerks Jestetten, und C\u00e9line Guillod, Studentin an der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (ZHAW) W\u00e4denswil. Im Rahmen einer Arbeit des grenz\u00fcberschreitenden Naturparks Schaffhausen besch\u00e4ftigt sich C\u00e9line Guillod mit der Frage, wie die Altenburger Halbinsel Schwaben besser inszeniert werden kann. Ziel ist unter anderem eine bessere lokale Identifikation und eine h\u00f6here Attraktivit\u00e4t nach au\u00dfen. Begr\u00fc\u00dft wurden die G\u00e4ste von Kathrin Tr\u00fcllinger, der Leiterin des Fundlabors. Kathrin Tr\u00fcllinger erkl\u00e4rte den Aufbau der Sammlung. Je nach Material und Bedeutung werden die Funde unterschiedlich erfasst und aufbewahrt. Funde aus Holz, z.B. aus Feuchtbodensiedlungen, m\u00fcssen zuerst aufwendig pr\u00e4pariert werden, bevor sie dann mit anderen organischen Fundmaterial, z.B. steinzeitliche Werkzeuge aus Tierknochen, in der Klimakammer mit konstanter Temparatur und Luftfeuchtigkeit eingelagert werden. Metallfunde werden in wesentlich geringerer Luftfeuchtigkeit in luftdichten Plastikboxen verpackt. Keramik hingegen kann auf einfache Art bei wechselndem Raumklima gelagert werden. Wie Kathrin Tr\u00fcllinger dabei ausf\u00fchrte muss immer auf alterungsbest\u00e4ndige Verpackungsmaterialien geachtet werden. Wird schlechtes Verpackungsmaterial eingesetzt, so muss dieses nach wenigen Jahren ersetzt werden; angesichts des riesigen Bestands an Fundmaterial w\u00e4re das eine vom Umfang nicht beherrschbare Aufgabe. Zudem k\u00f6nnte es sein, dass das sich zersetzende schlechte Material auch wichtige Fundobjekte besch\u00e4digt. Wichtig ist auch die Erfassung und Verwaltung der Sammlung mittels moderner EDV. Es braucht ein gutes Ablagesystem, das konsequent durchgezogen wird, so dass immer klar ist, wo sich ein Fund der Sammlung befindet, und was dieser Fund darstellt. F\u00fcr die G\u00e4ste aus Jestetten bot der Besuch wichtige Einblicke in die Arbeit des Fundlabors. Der Aufbau einer arch\u00e4ologischen Sammlung wird weiter vorangetrieben, so dass mit dieser Sammlung dann auch Ausstellungen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnten. Das Bildungswerk Jestetten ist dabei um Unterst\u00fctzung froh.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im Rahmen des grenz\u00fcberschreitenden Prospektionsprojekts zur Erforschung des sp\u00e4tkeltischen Doppeloppidums von Altenburg-Rheinau wurden auch arch\u00e4ologische Funde aus Privatbesitz wissenschaftlich aufgenommen. 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