{"id":111,"date":"2008-03-29T20:34:54","date_gmt":"2008-03-29T19:34:54","guid":{"rendered":"http:\/\/schlu.de\/?p=111"},"modified":"2017-05-22T20:40:57","modified_gmt":"2017-05-22T18:40:57","slug":"aus-den-niederungen-der-kommunalpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schlu.de\/?p=111","title":{"rendered":"Aus den Niederungen der Kommunalpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Wieder\u00f6ffnung des Jestetter Schwimmbades machte sich der Planer des Umbaus nichtbgerade beliebt. W\u00e4hrend des Umbaus waren mehrere f\u00fcr die Gemeinde sehr teure Planungsfehler entdeckt worden, und bei der Er\u00f6ffnung sprach der Planer nun von den \u201eNiederungen der Kommunalpolitik\u201c. F\u00fcr manche ein Affront, f\u00fcr andere ein nicht gelungener Scherz. Doch unabh\u00e4ngig von unerfreulichen Querelen ums Schwimmbad, kann man wirklich sinnvoll von den \u201eNiederungen der Kommunalpolitik\u201c sprechen? Ich meine nicht!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nIm letzten Jahr ist an dieser Stelle ein Artikel \u201eJestetten und der Rest\u201c von mir abgedruckt worden. Darin habe ich ausgef\u00fchrt, dass ich f\u00fcr Jestetten drei gro\u00dfe Themenfelder mit enormen Potential sehe:<\/p>\n<ol>\n<li>Bildhauer Gemeinde Jestetten, insbesondere der verstorbene Siegfried Fricker und lebende wie Ekkehard Altenburger und Eberhard Rieber<\/li>\n<li>Arch\u00e4ologischer Boom, insbesondere das sp\u00e4tkeltische Oppidum von Altenburg-Rheinau<\/li>\n<li>Landschaft, insbesondere die bemerkenswerte Grenze und die doppelte Rheinschleife<\/li>\n<\/ol>\n<p>Allen drei Themenfeldern ist gemeinsam, dass sie a) spezifisch f\u00fcr Jestetten sind und b) eine Wirkung nach innen und aussen haben. Diese Themenfelder sind also nicht allein aus sich heraus wichtig, vielmehr sind es politische Themen, die bearbeitet werden m\u00fcssen. So gesehen ist auch \u201eJestetten und der Rest\u201c nicht blo\u00df ein Loblied auf die Heimat, es ist der Ausgangspunkt eines politischen Programms.<br \/>\nEin solches Programm will auch in die Tat umgesetzt werden, und gerade hier hat sich in der letzten Zeit einiges getan. Nach wie vor ist dabei wichtig, dass Ereignisse gemacht werden. So bringt es nichts, wenn Arch\u00e4ologen \u00fcber die Altenburger Felder stapfen, aber niemand davon weiss. Hier braucht es eine<br \/>\naktive Informationspolitik, die die Ereignisse immer wieder ins Licht der \u00d6ffentlichkeit bringt. Durch einen Bericht im S\u00fcdkurier kann man das Ortsgespr\u00e4ch in Gang bringen.<br \/>\nIm Zeitalter des Internets ist aber auch der elektronische Auftritt wichtig. Insbesondere die neu gestaltete Homepage von Siegfried Fricker hat als sehr wichtig erwiesen. Normalerweise denkt man ja immer daran, dass \u00fcber eine Homepage Informationen gestreut werden; \u00fcberaus wichtig ist es aber auch, dass man \u00fcber die Homepage Informationen zur\u00fcckbekommt. Jeder, der etwas zu Siegfried Fricker sucht, landet zwangsl\u00e4ufig auf der von mir betreuten Homepage, und jede R\u00fcckmeldung stellt ein weiteres Mosaiksteinchen im Beziehungsnetzwerk dar. Nur so habe ich beispielsweise erfahren, dass in Radolfzell kunsthistorische F\u00fchrungen mit Einbezug von Werken Siegfried Frickers geplant sind.<\/p>\n<p>Aus der Jestetter CDU-Fraktion heraus haben wir es geschafft, dass sich unser Gemeinderat mit den Zukunftsthemen besch\u00e4ftigt. Auf Grund unserer Initiative hat der Gemeinderat eine Klausurtagung durchgef\u00fchrt, auf der nur diese Themen diskutiert worden sind. Ein Vortrag von mir im Gemeinderat hat dann sogar zu einer Anfrage vom Schaffhauser Lokalradio \u201eRadio Munot\u201c gef\u00fchrt.<br \/>\nNat\u00fcrlich spielt bei allen Gelegenheiten auch die Frage nach dem lieben Geld mit, es ist aber bemerkenswert, wie viel man mit wenig Geld bewirken kann. Ein konkretes Beispiel ist die Veranstaltung zum diesj\u00e4hrigen Tag des Denkmals in Altenburg. Mehrere hundert Besucher kamen zum keltischen Oppidum in Altenburg, wir hatten ein einmaliges Programm mit arch\u00e4ologischen F\u00fchrungen, einer kleinen Ausstellung mit Originalfunden, Kinderprogramm und keltischem Bronzeguss. Es ist ein Riesenerfolg gewesen. Aber als wir die Veranstaltung geplant hatten, kam von \u00fcberall die Aussage \u201eKein Budget\u201c daher. H\u00e4tten wir das als Ma\u00dfstab genommen, so h\u00e4tte es nie eine Veranstaltung gegeben. Angesichts der Bedeutung der ganzen Sache ist mir aber klargewesen, dass die Veranstaltung eine einmalige Chance ist, die ergriffen werden muss. Ich habe daher eine Finanzierungszusage gemacht; zur Finanzierung der ben\u00f6tigten 1500 Euro h\u00e4tte ich im Notfall in die eigene Tasche gegriffen. Angesichts der Wirkung der Veranstaltung erscheinen mir die 1500 Euro nach wie vor l\u00e4cherlich klein, und schlussendlich haben wir das Geld doch noch zusammenbekommen. Ein wenig Mut zur \u00dcberwindung von Schwierigkeiten braucht es halt doch.<br \/>\nZur\u00fcck zur Ausgangsfrage nach den \u201eNiederungen der Kommunalpolitik\u201c. Die Kommunalpolitik bietet ungeheure Chancen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die positive Gestaltung unserer Heimat; hier kann man Einfluss nehmen. Und was die oben genannten Themenfelder betrifft, so wird man wohl noch einiges aus Jestetten h\u00f6ren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Konrad Schlude<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Bei der Wieder\u00f6ffnung des Jestetter Schwimmbades machte sich der Planer des Umbaus nichtbgerade beliebt. 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