Exkursion in den Altenburger Schwaben

Der Schwaben ist eine langgestreckte  Halbinsel in der doppelten Rheinschleife und gehört zum Jestetter Ortsteil Altenburg. Im Rahmen eines Projekts des grenzüberschreitenden Naturparks Schaffhausen sollen die Besonderheiten dieser Halbinsel besser dargestellt werden. Auf Einladung von Kolping und Bildungswerk Jestetten machte sich ein Gruppe von Bürgern auf den Weg, um das Projekt vor Ort besser diskutieren zu können.


Wie der Initiant des Projekts, Dr. Konrad Schlude, in einem einleitenden Vortrag ausführte, sind im Schwaben neben der spätkeltischen Siedlung als erste Stadt im heutigen Landkreis Waldshut auch die Botanik und die Landschaft von großer Bedeutung. Der Schwaben wird zwar vom Rhein umflossen, ist aber als Kiesbank hoch über dem Rhein ein extremer Trockenstandort und hat deshalb seine eigene Pflanzengesellschaft.
Mit dem Rad fuhr die Gruppe mehrere Punkte im Schwaben ab, um Aussichtspunkte auf die Rheinschleife und insbesondere die Klosterinsel zu erleben und zu diskutieren. Zumindest unter Einheimischen gilt der Grillplatz „Klosterblick“ als einer der schönsten Grillplätze im Landkreis Waldshut.
Bei der Fahrt durch den Wald erläuterte Claus Giller die Waldgesellschaft im Schwaben, der sich als ein dem Trockenstandort angepasster Eichen-Hainbuchen-Wald zeigt. Andere Baumarten können sich dort auf Dauer nur schlecht halten. Dies ist auch der Grund dafür gewesen, weshalb der bekannte Schaffhauser Botaniker Georg Kummer schon vor Jahrzehnten den Schwaben als „seltsamen Wald“ bezeichnet hat.
Selbst für manche Teilnehmer aus Altenburg war es eine Überraschung, dass sich im hinteren Teil des Schwabens eine weitere, wohl ebenfalls aus keltischer Zeit stammende Wallanlage befindet.
Mit dieser Veranstaltung konnte die Idee des Projekts besser in der Bevölkerung verankert werden.


Konrad Schlude

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